Der Darm als wichtiges Gesundheits-Organ

Der Darm ist eines der wichtigsten Gesundheits-Organe des menschlichen Körpers. Er ist nicht nur das effektivste Entgiftungs- und Ausscheidungsorgan sondern auch Basis zur Aufrechterhaltung des körpereigenen Immunsystems. Vo0r allem die permanente Belastung mit Toxinen aller Art kann nicht völlig spurlos am Zustand des Darmes vorbeigehen. Während die die beiden anderen wichtigen Entgiftungsorgane, Haut und Leber, immer wieder durch den Patienten und seinen Arzt kontrolliert werden, gerät der Darm meist erst dann in den Focus der medizinischen Betrachtung, wenn sich Probleme häufen und erste Symptome einer Erkrankung auftreten. So weit sollte man es aber gar nicht erst kommen lassen.

Es ist heute kein Geheimnis mehr, welchen Belastungen der Darm heutzutage wirklich ausgesetzt ist. Neben den unverdaulichen Resten der Nahrungsmittel transportiert er immer mehr giftige Substanzen, die sich auch teilweise auf den Darmwänden absetzen. Pestizide, Konservierungsmittel, Farbstoffe und chemische Geschmacksverstärker so wie zahlreiche Umweltgifte und Toxine aus der Nahrung bilden so eine Mülldeponie im Darm, von denen unsere Vorfahren noch verschont waren. Diese zusätzliche Belastung mit den so genannten „Zivilisationsgiften“ ist ein ständig wachsender Zustand, der den Darm permanent überfordert, wenn man nicht regelmäßig entgegenwirkt. Die so bezeichneten Schlacken lagern sich in den Darmzotten ab und bilden immer größer werdende Lager. Dies hat zur Folge, dass die Zotten bei ihrer Entgiftungs- und Entschlackungstätigkeit stark behindert und so in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt werden. Parallel dazu wird die Darmflora gestört und gerät aus dem Gleichgewicht. Bakterien und Pilze können sich nahezu unkontrolliert ausbreiten und weitere Schädigungen hervorrufen.

Bereits in der Antike, als es all die modernen Gifte noch nicht gab, war die Darmreinigung für viele der damals führenden Ärzte und Heiler ein wichtiger Aspekt bei der Therapie zahlreicher Krankheiten. Wie wichtig muss es dann erst heute sein, dieses Gesundheitsorgan immer wieder zu entgiften, entlasten und neu wieder zu stabilisieren? In der Praxis sieht es aber leider ganz anders aus. Die Werbung der Pharmaindustrie rät bei Darmproblemen den einfachen Griff zu den verschiedenen Symptombekämpfern aus ihren Regalen. Wenn es weh tut helfen irgendwelche Schmerzmittel und falls es gar nicht mehr anders geht, wird der Gang zum Arzt empfohlen. Das bringt alles Geld in die Kassen der Anbieter und schädigt die Gesundheit der betroffenen Menschen. Zu den bereits vorhandenen Belastungen kommen dann auch noch die Reste der Medikamente, die den Darm nur noch weiter belasten. Ein teuflischer Kreislauf, der kein Ende nehmen will. Das signalisieren uns jedenfalls die Zahlen der ständig steigenden Patienten mit Magen-Darm-Problemen.

Wesentlich sinnvoller wäre es für die meisten dieser Patienten, zwei- oder dreimal im Jahr eine gezielte Darmaufbau-Kur durchzuführen. Diese kann man einfach in drei Schritte einteilen:


 Entleerung

Neben der natürlichen Darmentleerung durch den regelmäßigen Stuhlgang sollte mindestens zweimal im Jahr eine zusätzliche Restentleerung des Darms erfolgen, da immer Reste verbleiben, die sich ungewollt an den Darmwänden ablagern. Die einfachste Methode ist der altbekannte Einlauf. Da sich vor allem alternativ orientierte Therapeuten seit einigen Jahrzehnten intensiv der Darmreinigung und –sanierung widmen, wurde der Einlauf sowohl in den verwendeten Gerätschaften als auch bei den Einlauflösungen verbessert und verfeinert. heute werden die unterschiedlichsten Verfahren dieser Art angeboten, die unter dem neuen Fachbegriffen Colon-Hydro-Therapie oder Hydro-Colon-Therapie angeboten werden.

  • Entgiftung

Zur Entgiftung der in den Darmzotten abgelagerten Toxine werden unterschiedliche Methoden angewendet. Diese richten sich nach der jeweiligen Verfahrensweise des behandelnden Therapeuten. Basis für eine sinnvolle Entgiftung ist vor allem die Vermeidung der Zufuhr neuer Toxine. In den meisten Fällen bedingt das eine Umstellung der Ernährung auf möglichst biologisch reine und unbehandelte Lebensmittel. Zusätzlich gibt es verschiedene Entgiftungskuren mit Hilfe bestimmter Substanzen. In Asien werden oft bestimmte Pilze aus dem Arsenal der Phytotherapie eingesetzt. Eine andere Form der Entgiftung bietet auch die Bioresonanztherapie. Hierbei werden die verschiedenen Gifte zuerst ausgetestet und dann gezielt mit Hilfe von Schwachstrom-Geräten ausgeleitet.


  • Sanierung

Nachdem alle erkannten Schadstoffe ausgeleitet sind ist es sinnvoll, den Darm zu sanieren und die Darmflora neu aufzubauen. Hierbei kommen individuell auf den jeweiligen Patienten und seine momentane Situation abgestimmte Naturmittel zum Einsatz. Auch diese Zusammenstellung richtet sich nach der jeweiligen Ausrichtung des behandelnden Therapeuten. Die gezielte Zufuhr von nützlichen Darmbakterien ist aber in jedem Fall anzuraten. Hinzu kommt dann noch eine gezielte Stabilisierung des Säure-Basen-Verhältnisses, auf das im folgenden Kapitel noch intensiv eingegangen wird.

 

Unabhängig von den Entgiftungs- und Sanierungsmaßnahmen ist die permanente Stabilisierung des Darms eine wichtige Dauermaßnahme, auf die man in unserer modernen Welt nicht mehr verzichten sollte. Entgegen aller Bekundungen durch Funktionäre und Politiker werden unsere Nahrungsmittel weder reiner noch ungiftiger. Stattdessen häufen sich Lebensmittelskandale aller Art. Die Ernährung von mehr als sechs Milliarden Menschen ist ein Multi-Billionengeschäft und wird immer wieder kriminelle Energien wecken. Frostschutzmittel Glycol im Wein, Ölabfälle im Schweinefutter oder Gammelfleischskandale sind ja nur die Spitze des Eisbergs. Deshalb sollte jeder Mensch selbst darauf achten, sich der ungewollt aufgenommenen Gifte so effektiv wie möglich zu entledigen und die dafür zuständigen Körperorgane ständig auf dem besten Niveau zu halten. Nur so kann die natürliche Entgiftung störungsfrei ablaufen.

Zur permanenten Stabilisierung des Darms kennt die Volksmedizin seit Jahrhunderten zahlreiche Naturstoffe. In den vergangenen drei oder vier Jahrzehnten wurden diese zum Teil wieder neu entdeckt. Außerdem fanden verschiedene Stoffe und Substanzen Einzug in die europäische Volksmedizin, die vorher nur den Ureinwohnern in Asien, Afrika oder Südamerika bekannt waren. Da auch die Pharmaindustrie inzwischen intensiv nach natürlichen Basisprodukten für wirkungsvolle Medikamente forscht, sind auch neue Wirkstoffe entdeckt worden. Nachfolgend eine Auswahl natürlicher Stoffe, die sich in sinnvollen Kombinationen als Nahrungsergänzung zur ständigen Stabilisierung des Darms und seiner Funktionen gut eignen.

  • Bockshornklee, wirkt auf den Darm schleimlösend, verdauungsfördernd und regt den Stoffwechsel an.
  • Camu-Camu, wirkt vitalisierend, Immunsystem stärkend, verbessert die Aufnahme von Eisen und reguliert den Darm.
  • Curcuma, wirkt gegen Völlegefühl, Blähungen, Druck und Schmerz im Oberbauch, langsame Verdauung und Fettunverträglichkeit.
  • Folsäure, Verdauungsprobleme, Sterilität und Pigmentstörungen sind häufig auf Folsäuremangel zurückzuführen.
  • Fucus versiculosus, ist heute Bestandteil vieler Schlankheitsmittel.
  • Kieselerde, ist hilfreich für die Neubildung von Haut, Haaren, Nägeln, Zähnen, Knochen und Gewebe.
  • Lactobakterien, sind die natürlichen Gegenspieler der Kolibakterien und halten das Darmmilieu im gesunden Gleichgewicht.
  • Paradiesnuss, ihr Selen besteht ausschließlich aus Selencysthationin, der einzigen Form, die der Körper unmittelbar verarbeiten kann, ohne es umwandeln zu müssen.
  • Sanddorn, das im Fruchtfleisch und in den Kernen enthaltene Öl wirkt entzündungshemmend und wird bei Magenschleimhautentzündungen verwendet.
  • Schwarzer Pfeffer, bewirkt eine Erregung von Peristaltik und Tonus der Darmmuskulatur und ist somit hilfreich bei vielen Darmproblemen wie etwa Verstopfung oder Darmträgheit.
  • Vitamine des B-Komplexes, zur allgemeinen Versorgung mit Nährstoffen und Unterstützung des Immunsystems.

Die Wirkungsweisen der einzelnen Inhaltsstoffe werden im letzten Kapitel genauer beschrieben.

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