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Selbst Neandertaler aßen mehr Vitamin C, und das ohne bunte Verpackung...

 

Die Steinzeitdiät
           heute noch aktuell?

Steinzeiternährung hat viel mit dem Aspekt "Kaltherstellung bei Vitalstoffen" zu tun. Steinzeiternährung orientiert sich an der Ernährungsweise paläolithischer (altsteinzeitlicher) Völker, die vor der neolithischen Revolution praktiziert wurde. Das wesentliche Prinzip der Steinzeiternährung besteht darin, nur solche Nahrungsmittel zu konsumieren, die vor Erfindung des Ackerbaus und der Viehzucht bereits verfügbar waren. Viele Menschen verschmähen die steinzeitliche Ernährung als "Fossilienernährung" und glauben, dass sie wohl nicht mehr zeitgemäss ist. Gut also, wenn es gute Nahrungskonzepte gibt, die einem die Alternative der Steinzeiternährung ersparen. Wie wäre es, mit Steinzeiternährung den "Wert der Zeit" richtig neu schätzen zu lernen?

Diese Form der "Steinzeiternährung" umfasst Dinge, die in der heutigen "Konsumgesellschaft" wohl schwer umzusetzen sind: Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse in roher oder unzubereiteter Form. Auch Pilze, Nüsse, Wildfrüchte, Eier und (kaltgeschleuderter)Honig gehören dazu. Milchprodukte dagegen sind kein Bestandteil der Steinzeiternährung, obwohl sie roh (Rohmilchkäse etc.) gegessen werden könnten. Man kann aber davon ausgehen, dass Firmen, die in ihren Nahrungsergänzungen auf Milch verzichten ganz bewusst die Steinzeiternährung fördern.

Obwohl frisches Obst und frische pflanzliche Nahrung auf der Nordhalbkugel nur im Frühjahr Sommer und Herbst zur Verfügung stehen verwenden Anhänger der Steinzeitkost diese ganzjährig. Auch dies ist ein Ansatz, den man mit guten praktischen Nahrungsergänzungen begegnen kann.

Wenn die steinzeitliche Nahrung aus 2/3 pflanzlicher und zu 1/3 aus tierischer Kost besteht, bezieht sie ihren Nährwert zu rund 50% aus Fett, 30% aus Eiweiß und 20% aus Kohlehydraten. Eine solche Diät gilt nach traditionellem Verständnis als Unterversorgung mit konventionellen Kohlenhydraten wie Nudeln, Reis, Kartoffeln und Nährmittel und ist in soweit mit der Atkins-Diät verwandt. Anders als bei der Atkins-Diät werden Obst und Gemüse in großen Mengen verzehrt - selbst dann, wenn sie einen hohen glykämischen Index haben sollten. Der Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen soll das Mehrfache der empfohlenen Tagesdosis betragen. Mehr dazu kann man auch bei Linus Pauling lesen.

Archäologische Ergebnisse, wie etwa der Fund eines kompletten Homo erectus Skelettes (Turkana Junge)durch Kamoya Kimeu 1984 in Afrika (http://www.talkorigins.org/faqs/homs/15000.html) oder die bis zu 1,88 Meter großen, etwa 100.000 Jahre alten Gebeine von Homo sapiens sapiens aus Quafzeh zeigen klar, dass die Skelette unserer altsteinzeitlichen Vorfahren größer und gesünder waren als die der folgenden Epochen. Zudem sind die wenigen Naturvölker, die heute noch Jäger und Sammler sind oder bis vor kurzem waren, frei von Zivilisationskrankheiten wie Diabetes.

Die Befürworter quasi-paleolithischer Ernährung wie etwa Loren Cordain sehen in der steinzeitlichen Ernährung die einzige "artgerechte" Ernährung des Menschen, die sich seit über 130.000 Jahren für den Homo sapiens sapiens bewährt habe und davor über viele Jahrhunderttausende vom Homo erectus praktiziert worden sei. Als Vorteile steinzeitlicher Ernährung werden genannt: Krankheiten und Allergien heilen aus oder bessern sich erheblich, die Leistungsfähigkeit steigt und der Blutzuckerspiegel bleibt stabil. Nicht nur Zucker, Milchprodukte und Getreide, sondern auch Zusatzstoffe (wie Natriumglutamat, jodierte Lebensmittel oder fluoridierte Ware) und allzu moderne Verfahren (Mikrowelle) werden vermieden. Kurzum: Mit Steinzeiternährung steigert sich das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Zeit.

Nachteile: steinzeitliche Ernährung ist teuer, nicht als Convenience-Produkt erhältlich und erfordert Zeit bei der Zubereitung. Gut also, wenn man ein Konzept kennt, sich durch hochwertige Nahrungsergänzung mehr Zeit zu verschaffen.

Literatur zur Steinzeiternährung

Syndrom X oder Ein Mammut auf den Teller! Mit Steinzeitdiät aus der Wohlstandsfalle

Bei Nicolai Worm macht gesunde Ernährung wieder Spaß. Er legt dar, dass es zwar essentielle Fettsäuren und Aminosäuren gibt (also Fette und Eiweißbestandteile, die wir mit der Nahrung aufnehmen müssen, weil wir sie nicht selbst in unserem Körper herstellen können), aber es gibt keine essentiellen Kohlenhydrate. Er nimmt uns unser Mehl, unsern Reis, unsern Zucker und unsere Kartoffeln und serviert uns stattdessen Obst, Gemüse und Salate, reichlich Rapsöl, fetten Fisch, mageres Fleisch und Geflügel, außerdem noch Nüsse, Pilze und Käse. Darüber hinaus empfiehlt er mehr Bewegung. Das wichtigste dabei ist aber, dass er seine Behauptungen auch mit Studien argumentieren kann.

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Steinzeiternährung

Zöliakie heilen durch Leben ohne Brot

* Wolfgang Lutz, "Leben ohne Brot - Die wissenschaftlichen Grundlagen der kohlenhydratarmen Ernährung" Einige Verfechter von glutenfreier Nahrung meinen, dass es sich lohnt völlig auf Weizen, Weissmehlprodukte, Gluten und eben Brot zu verzichten. Hierzu empfehlen sich Bücher zur Oberflächlichkeit der Gesellschaft, Medienbeinflussung und Fastfoodernährung.

Glutenfrei Leben ohne Brot

Ernährung für ein neues Jahrtausend

Gut zur Steinzeiternährung passt das Buch "Ernährung für ein neues Jahrtausend", das die Bezüge herstellt zu nachhaltiger gesunder, fleischarmer Kost, auf Basis von Pflanzen und im Einklang mit der Natur. Mehr zum Thema Ganzheitlichkeit holistic salutogenese e r gänzen

Ernährung für ein neues Jahrtausend

* Loren Cordain: The Paleo Diet, New York 2002, ISBN 0-471-41390-9
* S. Boyd Eaton, Marjorie Shostak, Melvin Konner u.a.: The Paleolithic Prescription: A Program of Diet and Exercise and a Design for Living, New York [u.a.]: Harper & Row, 1988, ISBN 0-06-015871-9

   
 
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