Nahrungsergänzung als neues Bewusstsein

Will man den zahlreichen Publikationen und Medienberichten zu diesem Themenbereich glauben, so sind wir Europäer heute an unserer Gesundheit und deren Erhalt interessiert. Ein verbessertes Gesundheitsbewusstsein schreiben sich auch viele so genannte Fachleute, die Gesundheitsverbände, deren Funktionäre und alle im Gesundheitswesen tätigen Politiker auf ihre Fahnen. Doch was bleibt im Alltagsleben der meisten Menschen von solchen Bekundungen in der Praxis noch übrig? Betrachtet man die Realität unseres täglichen Lebens, so bleibt außer Lippenbekenntnissen meist nicht viel vom gestiegenen Gesundheitsbewusstsein übrig. Zwar wird weltweit mit großem Medienaufwand gegen die Gefahren des Rauchens vorgegangen, was sicher eine gute Sache ist, doch Gammelfleisch, mit Pestiziden verseuchte Nahrungsmittel und chemisch aufgepeppte Lebensmittel finden weiter Eingang in die Regale der Lebensmittelläden. Dieses Verhalten der Verantwortlichen zeigt ganz klar, dass man der Ernährung der Menschen nicht den wichtigen Stellenwert zumisst, den sie im Rahmen einer Gesundheit fördernden Lebensweise hat.

 

Veränderte Lebensweise erfordert einen anderen Umgang mit der eigenen Gesundheit

Die seit Jahrzehnten ausgesprochenen so genannten Gesundheitsratschläge der anerkannten Institutionen, voran die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE), gipfeln seit Jahrzehnten in den gleichen Grundaussagen: „Esst weniger Fleisch und Fett, dafür mehr Obst und Gemüse, am besten fünf Portionen pro Tag“. Das garantiert eine ausreichende Grundversorgung mit den wichtigsten Vitaminen und Mineralstoffen“. Das liest sich in der Theorie ganz nett, hat aber mit der Realität unserer heutigen Ernährung nicht mehr viel zu tun, wie die momentanen Ernährungssituation in unserem Land aufzeigt. In Deutschland herrscht nachweislich ein endemischer Mangel an Jod, ebenso ist die weitgehende Unterversorgung mit Selen und Zink, essentiellen Mikronährstoffen, wissenschaftlich nachgewiesen. Gleiches gilt auch für Stoffe, deren positive gesundheitliche Wirkungen unbestritten sind. Etwa Omega-3-Fettsäuren, die hauptsächlich in fettem Seefisch vorkommen, oder Phytoöstrogene aus Soja können wir kaum in ausreichend wirkenden Mengen aus der täglichen Ernährung aufnehmen. Solche Untersuchungsergebnisse sind zwar den meisten Fachleuten bekannt, werden aber nur selten der breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Wie soll man sich aber ausreichend mit den wichtigen Nährstoffen versorgen, wenn man gar nicht mehr weiß, was man täglich wirklich zu sich nimmt? Neben der möglichen Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen verstecken sich in den heutigen Nahrungsmitteln noch weitere Gefahren. Saurer Regen, Pestizide zur Schädlingsbekämpfung, verseuchte Böden und zahlreiche chemische Zusätze gehören heute zum Ernährungsalltag. Zwar sollten die im Verkauf angebotenen Lebensmittel mit entsprechenden Auszeichnungen versehen sein, die auf solche ungesunden Inhaltsstoffe hinweisen, doch bleibt auch das blasse Theorie. Wer weiß schon auf Anhieb, dass sich hinter der Zusatzstoff-Bezeichnung E 102 die Substanz Tartrazin verbirgt. Das ist ein künstlicher gelber Farbstoff, der nicht selten Allergien hervorruft und in Skandinavien inzwischen verboten  ist. Oder was ist E 220? Das ist Schwefedioxid, ein häufig verwendeter Konservierungsstoff, der Kopfschmerzen hervorrufen kann und Vitamin B1 zerstört. Wer heutzutage einkaufen geht, sollte ständig eine Liste der gängigen Lebensmittel-Zusatzstoffe mit sich führen, will er sich nicht langsam aber sicher selbst schädigen. Das kann aber nicht Verbraucheralltag sein.

Fragt man bei einem der zahlreichen Ernährungsberater nach, so erhält man meist die Antwort: „Kaufen Sie Bionahrungsmittel, die sind frei von solchen schädigenden Stoffen“. Hört sich gut an, ist in letzter Zeit aber auch nur noch teilweise richtig. Dies haben verschiedene Untersuchungen an den Tag gebracht. Zwar steht auf solchen Produkten immer das BIO-Siegel, doch drin ist nicht immer biologisch Reines. Die ständig wachsende Nachfrage nach Bioprodukten hat inzwischen dazu geführt, dass immer mehr Produkte importiert werden müssen, will man alle Käufer bedienen. Vor allem aus China und Vietnam kommen immer häufiger Bioprodukte auf unseren Markt, die nicht den europäischen Reinheits-Standards entsprechen. Es ist also nicht immer Bio drin, wenn es draufsteht. Was also tun?

Wer heutzutage sicher sein will, dass er ausreichend mit Vitaminen und Mikronährstoffen versorgt ist, sollte mindestens zweimal im Jahr eine eigene Mineralstoffanalyse durchführen lassen. Das ist kein großes Problem mehr, bieten doch zahlreiche Labore inzwischen preisgünstige Haarmineralanalysen an. Diese geben bereits einen ersten Statusbericht, auf den man dann mit gezielten Zugaben selbst reagieren kann.

 

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